Erste Wasserstoff-Yacht – “Must-have für umweltbewusste Milliardäre”

“Der ökologische Fußabdruck dieser Form des Reisens dürfte trotz des Wasserstoffantriebs verheerend sein, denn allein der Bau einer 120 Meter langen Yacht wird sehr viel Energie verschlingen.”

 
 
 

So titelte die Zeitschrift Segelreporter nach der Präsentation des Konzepts der ersten wasserstoff-angetriebenen Superyacht des holländischen Designers Sander Sinot in Monaco (und erntete teils wütende Kommentare). Nun goss der stern Wasser in den Öko-Wein; es bleibe fraglich, ob das Luxus-Schiff auf diese Weise ökologisch unbedenklich werde: “Der ökologische Fußabdruck dieser Form des Reisens dürfte trotz des Wasserstoffantriebs verheerend sein, denn allein der Bau einer 120 Meter langen Yacht wird sehr viel Energie verschlingen.”

Eine von Sinot veröffentlichte Visualisierung zeigt, dass im Laderaum der Yacht zwei vakuumisolierte 28-Tonnen-Tanks vorgesehen sind, in denen der flüssige Wasserstoff bei -253°C gespeichert würde. Um das Schiff mit Strom zu versorgen und anzutreiben, muss dieser mittels Brennstoffzellen in elektrische Energie umgewandelt werden. Mithilfe eines Power-Management-Systems soll die elektrische Energie dann in großen Batterien gespeichert werden und so auch die Stromversorgung an Bord rund um die Uhr sicherstellen.

Auf den unteren Decks wurden die üblichen Parameter für Antrieb, Reichweite und Geschwindigkeit in ein komplettes wasserstoff-elektrisches System umgesetzt, dessen physikalische Dimensionen und Betriebseigenschaften eine umfassend innovative Superyacht verstärken.

Diese flüssigen, frei fließenden Linien betonen die Freiheit des Lebens auf dem Wasser und fügen sich in völliger Harmonie mit der Natur in ihre Umgebung ein. Die AQUA ist mit einem Fünf-Deck-System ausgestattet, das den vorderen Innenraum durch die hohe, vom Bug bis zum Heck sanft abfallende Linie nutzt. Die Yacht wurde so konzipiert, dass sie den Menschen an Bord die größtmögliche Nähe zum Wasser bietet. Das Achterdeck verfügt über eine einzigartige und innovative Reihe von Plattformen, die zum Meer hin kaskadenförmig nach unten verlaufen, während eine große Badeplattform allen AQUA-Passagieren den optimalen Zugang zum Wasser auf Meereshöhe ermöglicht.

Mit Gel befeuerte Feuerschalen tragen zu einem intimen Gefühl bei und ermöglichen es den Passagieren, die freie Natur in ihrer ganzen Schönheit zu erleben. Man könnte leicht vergessen, wo das Innere endet und das Äußere beginnt, da sich beide nicht mehr wie getrennte Räume anfühlen: Freiheit, Entspannung und Komfort sind durchweg konstante Faktoren, die das Gesamterlebnis steigern. Das Steuerhaus der AQUA, das sich unter dem blasenhaubenförmigen Dach auf dem Brückendeck befindet, ist als Cockpit mit 360° Rundumsicht konzipiert und schafft sowohl eine großartige Arbeitsumgebung als auch einen spektakulären Raum, in dem der Eigner und die Gäste den Betrieb der Yacht genießen können. Das Steuerhaus ist mit modernsten Systemen und Head-up-Display-Technologie ausgestattet. Das Steuerhaus ist so konzipiert, dass es allen nautischen Anforderungen gerecht wird und in den kommenden Jahrzehnten zusätzliche Anforderungen erfüllt, so dass das Steuerhaus je nach Bedarf mit der Leichtigkeit des Kapitäns arbeiten oder unter Druck arbeiten kann.