Brände um Melbourne: Segler schützen sich – “La Vagabonde” sammelt 50.000 Euro

Brände: Schlechte Luft: Melbourne leidet unter dickem Rauch

 
 
 

In Melbourne wurden schon die ersten Tennisspiele bei der Qualifikation für die Australian Open verschoben. Eine Sportlerin gab nach einer Husten-Attacke auf. Nun versuchen sich, die Segler auf die Bedingungen einzustellen.

Nachdem die Laserseglerin Page Riley auf dem Wasser vor Melbourne mit einer Atemmaske gesehen worden war, konnte man noch denken, dass sie wegen einer chronischen Erkrankung sensibilisiert gewesen ist. Aber dann sind die australischen Jugendmeisterschaften bei Melbourne zur Hälfte beendet worden – weil der Wind zu schwach wehte und die Luft zu dreckig war.

Die Wettfahrtleiterin sagte: “Wir kannten eigentlich die Segler, die Asthma oder andere gesundheitliche Probleme mit der Luft haben. Aber wir mussten auch in Betracht ziehen, dass weitere Sportler Reaktionen zeigen könnten, die wir nicht vorhersehen. Die Luftqualität lag im extrem negativen Bereich der Bewertungsskala.”

Die Wettfahrtleiterin sagte: “Wir kannten eigentlich die Segler, die Asthma oder andere gesundheitliche Probleme mit der Luft haben. Aber wir mussten auch in Betracht ziehen, dass weitere Sportler Reaktionen zeigen könnten, die wir nicht vorhersehen. Die Luftqualität lag im extrem negativen Bereich der Bewertungsskala.”

Sie schreiben: “Es fühlt sich so an, als wenn jemand Mund und Nase mit einer Hand verschließt, während du versuchst, Luft zu holen. Gebt uns bitte einen tiefen Atemzug mit frischer Luft.”

Die 49er-, 49erFX- und Nacra 17-Weltmeisterschaften 2020 dauern vom 10. bis 15. Februar und bis dahin wird erwartet, dass die Buschfeuer weiter brennen. Die Gesundheitsgefährdung dürfte erst einmal bestehen bleiben.

Wenn die Umwelt-Behörde EPA die Situation als “hazardous” (gefährlich) einstuft, definiert sie das so: “Die Luft ist extrem staubig oder rauchig. Jeder könnte Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit aufweisen – Bleiben Sie in geschlossenen Räumen, fern von Rauch und Staub. – Wenn Sie empfindlich auf Luftverschmutzung reagieren, bleiben Sie, wenn möglich, zu Hause und halten Sie die körperliche Aktivität so gering wie möglich. Schließen Sie Ihre Fenster und Türen, um Rauch und Staub von Ihrem Haus fernzuhalten.”

Aber für die Segler geht es nicht nur um die eigene Belastung. Der australische 49er-Segler Joel Turner wirbt für eine Facebook-Rotkreuz-Spendenaktion mit dem Titel ‘Internationale Segler können Australiern helfen, die in Not sind’. Die unmittelbare Not der Einheimischen in der Nähe lässt sie nicht kalt.

Dabei geht es ihr insbesondere um Kangaroo Island, einer Insel bei Adelaide, westlich von Melbourne, wo 5000 Menschen leben und die zu einem Drittel als Nationalpark geschützt ist. Allein dort sollen in den vergangenen Wochen mehr als 32.000 Tiere ihr Leben verloren haben und die Hälfte der Vegatation ist verbrannt. Elena und Riley spenden selber umgerechnet 6000 Euro.

Geld für Kangaroo Island

So geht es auch den Segel-Influenzern auf der “La Vagabonde”, die kürzlich Greta Thuinberg über den Atlantik gebracht haben. Sie nutzen ihre Bekanntheit, um ihrem Heimatland zu helfen. Elena Carausu hat vor fünf Tagen einen Spendenaufruf gestartet, der umgerechnet schon 50.000 Euro eingebracht hat.