Super- und Megayachten als Wirtschaftsfaktor

Sie werden gerne als Spielzeug der Superreichen bezeichnet, was sie auch sein mögen. Andererseits sind Luxusyachten ein gutes Geschäft für eine ganze Reihe von Unternehmen und mittlerweile durchaus ein Wirtschaftsfaktor.

Große Yachten hat es zumindest seit der Industrialisierung immer gegeben, sie sind keine Erscheinung der postindustriellen Ära. Nicht nur Staatsyachten wie die des englischen Königshauses oder die verschiedenen Schiffe namens Meteor, die sich Kaiser Wilhelm bauen ließ, sondern auch private Superyachten wie die Germania von Krupp wurden bereits zu Zeiten der europäischen Monarchien gebaut.

Die Staatsyachten sind heutzutage fast vollständig verschwunden, so musste sich zum Beispiel auch die englische Königin von Ihrem Schiff trennen, da ihre Untertanen nicht mehr gewillt waren, die Kosten dafür zu bezahlen. Heute sind es Oligarchen, Ölscheichs und Industrielle, welche sich die Traumschiffe bauen lassen.

Um die Superyachten herum hat sich ein ganzer Wirtschaftszweig gebildet. Es gibt Seeleute, die darauf spezialisiert sind, Superyachten zu fahren, einige Print- und Online-Publikationen befassen sich mit dem Thema und vor allem müssen ja die Schiffe gebaut, motorisiert und ausgerüstet werden.

Werftgelände von Blohm + Voss: Super- und Megayachten bedeuten Geschäft für unsere Schiffbauindustrie (Bild: Ajepbah, lizensiert nach CC)

Es gibt weltweit eine Reihe von Werften, welche Mega- und Superyachten bauen. Dass sich einige davon in den Niederlanden befinden, wundert eigentlich niemanden. Aber auch deutsche Werften sind hier gut im Geschäft. Natürlich nicht die kleinen Yachtwerften, die man an jeden etwas größeren Gewässer findet, sondern die Werften, die früher für Ihre Ozeanriesen bekannt waren. Sicherlich können die großen Lustfahrzeuge nicht das Auftragsvolumen ersetzen, welches an die ostasiatische Konkurrenz verloren gegangen ist, aber sie sind immerhin ein gutes Geschäft. Blohm & Voss etwa ist hier gut im Geschäft und arbeitet in diesem Bereich mit der englischen Yachtdesignerin Zaha Hadid zusammen. Aber auch die Namen anderer deutscher Werften wie etwa Nobiskrug oder Lürssen haben in der Welt der Megayachten einen guten Klang.

Das gleiche gilt übrigens auch für die Motorisierung. Liest man sich die technischen Daten von Super- und Megayachten durch, trifft man immer wieder auf zwei Namen: KHD und MTU. Wenn für die Motorenbauer aus Köln und Friedrichshafen die Aufträge auf dem Yachtsektor vielleicht nicht so wichtig sind wie für die Werften, so sind es doch durchaus spürbare Impulse, die helfen, Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern.

Volker Wollny



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