Olympische Segel-Prominenz bei 126. Kieler Woche

Symbolbild

 
 
 

Kiel – Die Kieler Woche vom 5. bis 13. September hat trotz neuen Termins und reduzierten Programms nichts von ihrer Attraktivität als größte Segelveranstaltung der Welt eingebüßt. Innerhalb von neun Tagen waren die Teilnehmerlisten in acht Klassen geschlossen, teilten die Organisatoren am Mittwoch mit. „Mit diesem Tempo haben wir nicht unbedingt gerechnet, aber darauf gehofft. Es unterstreicht, dass die Aktiven sich auf die Regatta in Kiel freuen und unbedingt bei der Kieler Woche dabei sein wollen“, sagte Organisationsleiter Dirk Ramhorst.

Im olympischen Teil der Kieler Woche trifft Doppel-Olympiasieger Robert Scheidt aus Brasilien im Laser auf Weltmeister Philipp Buhl. Der Sonthofener hatte dem deutschen Segelsport kurz vor Ausbruch der Corona-Krise den ersten WM-Titel in einer olympischen Segeldisziplin nach zwei Jahrzehnten beschert. Weitere Olympiasieger sind im Nacra-17-Duo Santi Lange/Cecilia Carranza Saroli (Argentinien), in den 49erFX-Seglerinnen Martine Grael/Kahena Kunze (Brasilien) und Weltmeisterin Tamara Echegoyen mit Paula Barcelo (Spanien) gemeldet. Im Laser Radial ist Olympiasiegerin und Weltmeisterin Marit Bouwmeester (Niederlande) das Maß der Dinge.

Das German Sailing Team startet mit Siegchancen in mindestens vier Disziplinen: Neben Buhl greifen die Rio-Bronzemedaillengewinner Erik Heil/Thomas Plößel (Berlin) im 49er sowie die in der nationalen Olympia-Ausscheidung führenden 49erFX-Seglerinnen Tina Lutz/Susann Beucke (Holzhausen/Strande) und ihre Rivalinnen Vicky Jurczok/Anika Lorenz (Berlin) an. Auch die Kieler Nacra-17-Mixed-Crew Paul Kohlhoff/Alica Stuhlhemmer peilt einen Podestplatz an.

Ramhorst kündigte an, dass sein Team bei der Planung und Durchführung „keine Kompromisse“ in den Bereichen Hygienevorschriften, Abstandsregeln und Obergrenzen der Teilnehmerzahlen machen werde.