Malediven: Deutscher Tourist fährt auf Boot – Plötzlich trifft ihn Kugel aus Militär-Waffe

Moloch statt Trauminsel: Malé zeigt die wahren Malediven (Symbolbild)

 
 
 

Malé – Der 41-Jährige sei von Feldärzten verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, die Schusswunde sei jedoch nicht lebensbedrohlich, heißt es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums des Inselstaates. Der Mann sei mit einem Boot unterwegs gewesen. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte am Donnerstag den Vorfall vom Mittwochnachmittag. „Unser Honorarkonsul auf den Malediven sowie unsere Botschaft in Colombo stehen mit dem Betroffenen in Kontakt“, hieß es dort. Weitere Details – etwa zu seinem Wohnort – veröffentlichte das Amt nicht.

Das maledivische Verteidigungsministerium entschuldigte sich für den „äußerst unglücklichen Vorfall“. Laut Mitteilung ereignete sich das Geschehen vor der Insel Girifushi. Dort hätten Soldaten unter strengen Sicherheitsvorkehrungen Schießübungen abgehalten. Ersten Ermittlungen zufolge war das Boot jenseits der Gefahrenzone unterwegs und auch nicht direkt in der Schusslinie des Manövers gewesen. Jedoch sei offensichtlich eine Kugel als Querschläger extrem abgewichen. Die Behörden hätten eine Untersuchung des Zwischenfalls eingeleitet. Das Ministerium werde die Sicherheitsvorschriften noch mal verschärfen.