„Milan“ schnellste Yacht bei der 37. Schiffahrtsregatta

"Milan" schnellste Yacht bei der 37. Schiffahrtsregatta

 
 
 

106 Teilnehmerschiffe aller Klassen und Größen segelten von Schleimünde nach Ærøskøbing. Schwacher Wind machte den Crews das Leben schwer

Es ist der alljährliche Treffpunkt der Schifffahrtsbranche unter Segeln: die Peter Gast Schiffahrtsregatta. Bei der 37. Auflage, die am Wochenende stattfand, waren von der 65 Fuß großen Rennyacht „Milan“ über die Gewinneryacht des Volvo Ocean Race 2002 „Illbruck“ bis zu den wunderschönen Klassikern „Senta“, „Athena“, „Fleur de Mer“ und „Peter von Seestermühe“ bis hin zu zahlreichen Cruiser/Racern verschiedenste Schiffstypen dabei.

Bei leichten Winden fiel pünktlich um neun Uhr der Startschuss für die erste Startgruppe, stilecht von dem historischen dänischen Marinekreuzer „Lyra“ abgegeben. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich die Yachten unter Code Zero oder großer Genua auf den Weg zur ersten Bahnmarke. Leider schlief im Laufe des Tages der Wind ein, sodass die Wettfahrtleitung entschied, die Bahn zu verkürzen. Doch auch das half nichts, nur die großen Yachten schafften es innerhalb des Zeitlimits ins Ziel.

Am Ende holte die „Milan“ die Line Honours, zweitschnellstes Schiff war die „Illbruck“ gefolgt von der „Haspa Hamburg“. Nach Yardstick kam berechnet über alles die „Illbruck“ auf Platz eins, den zweiten Rang sicherte sich die „Nathurn VI“ gefolgt von der „Peppermint“ (alle Gruppenresultate am Ende des Artikels).

Auf den traditionellen Spaziergang der Crews durch Ærøskøbing folgte die feierliche Abendveranstaltung im Festzelt am Hafen. Dieter Gast, Geschäftsführer von Peter Gast Shipping, betonte in seiner Begrüßungsrede die Notwendigkeit des Miteinanders der maritimen Branche in einem schwierigen Marktumfeld. Unter anderem die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie neue Umweltschutzbestimmungen nannte er als aktuell größte Herausforderungen für die Schifffahrt.

Ein Highlight des Abends war der Vortrag von Profisegler Robert Stanjek, Skipper des Offshore Team Germany. Mit packenden Bildern vom diesjährigen Rolex Fastnet Race gab er den Zuhörern einen spannenden Einblick in das Hochseesegeln auf einem Imoca 60.