Lloyd-Werft plant fast 100 Meter lange Jacht


 
 
 

Nach der „Solaris“ will die Lloyd-Werft mit dem nächsten großen Jachtbau ein Zeichen setzen. Mit wem sie dabei zusammenarbeiten wird, und wo sie im September ein erstes Modell des Schiffs präsentieren wird.

In Bremerhaven wollen die Lloyd-Werft und das Design-Büro Judel/Vrolijk & Co gemeinsam eine 95-Meter-Jacht entwickeln. Baubeginn könnte bereits im Sommer 2020 sein, wie jetzt die Arbeitsgruppe Deutsche Yachten mitgeteilt hat. Deutschland gilt weltweit mittlerweile als eine der ersten Adressen, wenn es um den Bau von Großjachten ab 70 Metern Länge geht.

Neben umfangreichen Erneuerungen von Kreuzfahrtschiffen und Jachten sowie der Auslieferung des 115-Meter-Explorers „Luna“ und dem aktuellen Auftrag für die 140-Meter-Jacht mit dem Projektnamen „Solaris“, gerät auch die Lloyd-Werft in Bremerhaven immer stärker in den Fokus von Jacht-Eignern.

So hat das Unternehmen zusammen mit dem ebenfalls an der Unterweser ansässigen Design-Büro Judel/Vrolijk & Co ein modernes 95-Meter-Konzept aus Stahl und Aluminium mit einer Vermessung von rund 3000 BRZ entwickelt – ein Marktsegment, in dem es derzeit eine verstärkte Nachfrage von Eignern aus aller Welt gibt. Die Initialzündung für dieses Projekt gab es auf einem Treffen der Arbeitsgruppe Deutsche Yachten.

Für Judel/Vrolijk & Co. gehört die 95-Meter-Jacht zu den umfangreichsten Projekten in der Geschichte des Design-Büros. Doch die Bootsbauer prägen seit mehr als 35 Jahren die internationale Jachtszene. Torsten Conradi, Managing Partner von Judel/Vrolijk & Co, sagt: „Dies ist eine Aufgabe, dir wir mit Begeisterung aufgenommen haben. Unsere Erfahrung in der Gestaltung großer Segeljachten und kommerzieller Schiffe ist hier maßgeblich mit eingeflossen.

Ich bin mir sicher, dass unser erster Auftritt mit dem Projekt für sehr viel Aufsehen sorgen wird.“ André Stegmann, Senior-Sales-Manager der Lloyd-Werft, freut sich und sagt: „Die Zusammenarbeit mit Judel/Vrolijk & Vo ist extrem konstruktiv und zielorientiert. Man spürt die langjährige Erfahrung in jedem Arbeitsschritt. Sobald wir der Öffentlichkeit mehr Details zu dem Projekt präsentieren, rechnen wir schnell mit ernsthaftem Kundeninteresse.“

Während der Monaco Yacht Show vom 25. bis 28. September soll das Projekt mit Zeichnungen vorgestellt werden, die Einblicke ins Innere des Luxusschiffs geben sowie erste Eindrücke von der äußeren Form. Außerdem will die Lloyd-Werft auf ihrem Stand ein Modell im Maßstab 1:100 präsentieren. Die Arbeitsgruppe Deutsche Yachten besteht aus einer Reihe handverlesener deutscher Unternehmen, die im Bau und der Ausstattung von Jachten über 30 Metern Länge tätig sind. Derzeit sind dies 60 Unternehmen aus ganz Deutschland.

Die Arbeitsgruppe ist Bestandteil des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes, in dem die maßgeblichen Unternehmen der deutschen Jachtindustrie organisiert sind. Es ist das Ziel der Gruppe, den Standort Deutschland international noch bekannter zu machen und für den Jachtbau in Deutschland zu werben.