Oldtimer-Treffen auf der Ostsee


 
 
 

Sie zeugen von einer anderen Zeit: die Schiffe aus dem Museumshafen zu Lübeck. Sonnabend machen sie sich zum Ansegeln wieder auf den Weg nach Travemünde.

Travemünde. Es ist schon ein Spektakel für sich. Wenn die gemütlich wirkenden Museumsschiffe mit ihren oft dunkelroten Segeln, den hölzernen Masten und oft hölzernem Rumpf sich wie auf einer Perlenkette aufgereiht auf den Weg machen, den Heimathafen zu verlassen, um 9.30 Uhr die Eric-Warburg-Brücke zu passieren und via Trave unter Motor gen Ostsee zu tuckern.

Am Sonnabend, 4. Mai, 9 Uhr, ist es soweit: Laut dem Vereinsvorsitzenden Dirk Sankowsky sind acht Schiffe am Start. Wobei eines, nämlich der Motorschlepper „Titan“, mit seinem Alter von mehr als 100 Jahren zwar durchaus ein Oldtimer, aber eben kein Segler ist – und streng genommen auch nicht ansegeln kann. Über die Trave fahren die Museumsschiffe nach Travemünde, wo sie etwa in Höhe des Ostpreußenkais gegen 11.30 Uhr einen Zwischenstopp einlegen.

Später, vermutlich so ab 12 Uhr, segeln auf der Ostsee vor Travemünde – je nach Wind entweder Richtung Neustadt oder Richtung Mecklenburg – die „Krik Vig“, die „Ingrid“, die „Zwillinge“, der Haikutter „Hansine“, die „Mathilde“, „De Oude Snik“ und die „Krista Rud“ wie im Vorjahr eine kleine Regatta „just for fun“.

Dann werden wieder die dunkelroten oder cremeweißen Segel und die stolzen, historischen Schiffe das Bild auf der Ostsee bestimmen. Wieder zurück an Land werden die Skipper ab 18.30 Uhr mit ihren Crews gemeinsam im „Luzifer“ feiern – und dann ist die Saison definitiv eröffnet.