Hamburger Segler: Erfolg beim Segelklassiker Sydney-Hobart

RORC Transatlantic Race 2017

 
 
 

Hobart/Tasmanien – Die unter deutscher Flagge segelnde „Lunatix“ des Hamburger Skippers Freddie Böhnert hat das Sydney-Hobart-Rennen als schnellste reine Amateur-Mannschaft beendet. Für den 63 Jahre alten Eigner aus der Hansestadt markierte die Teilnahme am Segelklassiker den Halbzeit-Höhepunkt seiner dreijährigen Weltumseglung. „Es war ein Lebenstraum, hier einmal teilzunehmen, es ist ein fantastisches Rennen“, sagte der Hamburger Rechtsanwalt am Sonntag in Tasmanien und zog zufrieden Bilanz.

Sein zehnköpfiges Team hat die 628-Seemeilen-Langstrecke in drei Tagen und 6:52,47 Stunden absolviert. Das war in der Amateur-Wertung nach berechneter Zeit der gute siebte Platz. In der IRC-Gesamtwertung aller 85 gestarteten Boote segelten die Norddeutschen auf Rang 48.

Eine Kollision mit einem Mondfisch, eine Beinahe-Begegnung mit einem über 20 Meter langen Wal und zwei zerplatzte Spinnaker haben den Kurs der „Lunatix“-Crew von Sydney nach Hobart gesäumt. Dort wurde das auf eigenem Kiel angereiste Boot unter dem Stander des Norddeutschen Regatta Vereins stürmisch begrüßt. Böhnert wird die „Lunatix“ nach Silvester nach Sydney zurücksegeln und von dort seine Weltumseglung via Neuseeland fortsetzen, die 2020 im Mittelmeer enden soll.

Die „Line Honors“ für das erste Boot im Ziel holte bei der 74. Auflage des Rennens die australische „Wild Oats XI“, der Gesamtsieg nach berechneter Zeit ging an die australische „Alive“. Die Ausfallrate blieb in diesem Jahr mit sechs Aufgaben moderat. Für die Jubiläumsauflage 2019 erwarten die Veranstalter ein zwei- bis dreimal so großes Teilnehmerfeld wie in diesem Jahr.