Загрузка...

Zweites Cup-Team aus Amerika: „Stars & Stripes“ im Rennen

Herausforderer Nummer fünf ist für den 36. America’s Cup bestätigt: „Stars & Stripes“ weckt Erinnerungen an alten Cup-Glanz, ist aber ein neues Team

Nicht ohne Begeisterung haben die neuseeländischen Cup-Verteidiger ihren fünften offiziell akzeptierten Herausforderer bekannt gegeben: Mit dem Team Stars & Stripes soll nach American Magic ein zweites amerikanisches Team 2021 um die älteste und wichtigste Trophäe des internationalen Segelsports kämpfen. Repräsentiert wird die Mannschaft vom Long Beach Yacht Club. Nach dem italienischen „Challenger of Record“ Luna Rossa von Prada-Patriarch Patrizio Bertelli, Sir Ben Ainslies Ineos Team UK, dem US-Team American Magic und der erst in der vergangenen Woche bestätigten Malta Altus Challenge ist damit ein Herausforderer-Quintett beisammen, das die geplanten Basis-Camps in Neuseeland bereits füllt. Werden in den kommenden Tagen bis Weihnachten weitere Herausforderer akzeptiert, müssen die Gastgeber ihre America’s-Cup-Pläne zur Unterbringung der Teams erweitern.

Der Long Beach Yacht Club ist Regattaseglern vor allem durch den Congressional Cup seit Jahrzehnten bekannt. Bei der populären Matchrace-Regatta waren und sind immer wieder die aktuellen Stars im Duellsegeln gefordert. Der Kampagnen-Name Stars & Stripes (so wird umgangssprachlich die amerikanische Flagge bezeichnet, d. Red.) weckt Erinnerungen an „Mr. America’s Cup“ Dennis Conner. Der Cup-Superstar, der gerade als Ehrengast das Finale der Star Sailors League vor Nassau besucht hat, hatte unter diesem Namen 1987, 1988, 1992, 1995, 2000 und 2003 Teams in den Wettbewerb geführt und dem neuen Team seine Zustimmung zur Nutzung des Namens signalisiert.

„Unser Name ist in Anerkennung von Dennis Conners Stars-&-Stripes-Kampagnen entstanden, die über Jahrzehnte das rein amerikanische Cup-Segeln definiert hat. Wir sind die nächste Generation“, erklärte Co-Gründer Mike Buckley. An der Seite von Buckley steht mit dem amerikanischen Segler Taylor Canfield einer der bekanntesten und erfolgreichsten Duellsegler der letzten Jahre. Canfield hat über Jahre die Matchrace-Weltrangliste angeführt und den Congressional Cup viermal gewonnen. Deutschen Fans ist er durch seine Teilnahmen am Match Race Germany in den Jahres 2013 und 2014 bekannt. Damals war er in seiner Matchrace-Anfangszeit aber noch nicht über die Plätze fünf und sieben hinausgekommen. Sein Aufstieg im Duell-Segeln kam erst in den Folgejahren.

„Wir haben unser Programm entwickelt und werden bald weitere Details bekannt geben“, erklärte Canfield, „es ist schon mein ganzes Leben lang mein Ziel, am America’s Cup teilzunehmen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Jahr 2021 sehr wettbewerbsfähig sein werden.“ Einige Teammitglieder der Kampagne sind bereits bekannt. So etwa CEO Justin Shaffer, der seine Karriere bislang in der Major League Baseball, bei Facebook und auch mit Engagements im TP52-Circuit vorangetrieben hat. An dessen Seite arbeitet als COO Tod Reynolds, der unter anderem die America’s-Cup-Weltserie in Chicago organisiert hatte. Team-Generalanwältin Melinda Erkelens ist Cup-Insidern bereits ein Begriff: Die Amerikanerin hat bereits in fünf Cup-Auflagen wichtige Rollen übernommen. Kopf des Design-Teams ist JB Braun, der 2013 und 2017 Teil des Design-Teams im Oracle Team USA war. Der Bau der Cup-Yacht der Amerikaner hat bereits in Michigan begonnen. Dazu hatte das Team Stars & Stripes ein Design- und Technologie-Paket von Cup-Verteidiger Emirates Team New Zealand erworben.